Flächenheiz- und kühlsysteme

Bei Flächenheiz- und -kühlsystemen unterscheidet man zwischen integrierten Flächen (z.B. Fußbodenheizung) und abgehängten, modularen Flächen (z.B. Kühldecken).

Bei Kühldecken (abgehängte modulare Flächen) wird die Kühlleistung nach DIN EN 14240 in einer geschlossenen Prüfkabine ermittelt. Die Heizleistung dieser Deckenflächen kann bisher nach einem gesonderten Prüfprogramm durchgeführt werden. Zurzeit wird auf Basis des bestehenden Prüfprogramms eine Prüfnorm zur Bestimmung der Heizleistung als Teil 5 der DIN EN 14037 (Deckenstrahlplatten) erarbeitet.

Die Heizleistung von integrierten Flächen wie Fußbodenheizungen wird für definierte Standardsysteme nach DIN EN 1264-2 rechnerisch ermittelt. Die Prüfungen werden von DIN CERTCO zur Verleihung des Rechts zum Führen des DIN-Geprüft-Zeichens anerkannt. Es werden Kennlinien der spezifischen Heizleistung für verschiedene Fußbodenbeläge ermittelt. Ebenso werden Grenzkurven bestimmt, die ein Überschreiten der max. zulässigen Oberflächentemperatur für den Aufenthaltsbereich (29°C) und für den Randbereich (35°C) angeben. Weiterhin ist nach DIN EN 1264-5 eine Berechnung für an der Wand bzw. an der Decke angeordnete Flächen sowie die Ermittlung der spezifischen Kühlleistung möglich.

Für Sondersysteme, die nicht durch die definierten Standardvarianten abgedeckt sind, ist in DIN EN 1264 eine experimentelle Bestimmung der spezifischen Heizleistung von Fußbodenheizungen vorgesehen. Die Bestimmung der spezifischen Heizleistung anderer Ausrichtungen der Flächen als auch die Bestimmung der spezifischen Kühlleistung erfolgt auf Basis der Fußbodenmessung rechnerisch. Für diese Prüfung fertigt der Hersteller ein 1m x 1m großes Fußbodenelement. Die Heizleistungsdichte wird in einem speziellen Prüfstand in Sandwichbauweise bestimmt.

Die Prüfberichte werden auf Wunsch Englisch oder Deutsch verfasst.